HISTORIE

Die Geschichte unserer Familie im Rennsport beginnt mit einer besonderen Stute: Solistin. Mit ihr erwachte unsere enge Verbundenheit zu diesen faszinierenden Pferden – eine Leidenschaft, die bis heute lebendig geblieben ist.

Es folgten unvergessene Namen, die für uns immer Teil der Familie bleiben werden, wie der Hengst Arbed (Agio/Alameda) aus dem Gestüt Schlenderhan, der unser erster Sieger war. Panvarano, geb.1969 in Irland, den wir auf der Auktion in Baden-Baden gekauft hatten und der dann gleich am nächsten Tag siegreich war. Was für eine große Freude! Überrascht und aufsehenerregend haben wir dann diese für uns erste Siegerehrung in Baden-Baden erlebt.

Dann unser so kraftvoller Nabob und unsere so elegante und schnelle Herzdame vom Gestüt Doschhof. Mit ihr feierten wir ebenfalls mehrere Siege. Allesamt Pferde, die uns Freude, Spannung und bleibende Erinnerungen geschenkt haben.

Mit unserer Stute Sasse (Alpenkönig/Sagitta), die wir auch auf der Auktion in Baden-Baden gekauft hatten und die auch dort gewann, haben wir einmal mehr kennen gelernt was außergewöhnlicher Speed und Kampfgeist heisst – aber auch Gesundheit und Stärke. So erfüllten wir uns mit ihr schließlich den Traum, selbst zu züchten. Sie schenkte uns sieben gesunde Fohlen – Surinam, Severin, Sassoferrato, Seraphim, Sepiar, Sandro Botticelli und Santi Raffaelo. Ihre Karrieren zu begleiten und mitzuerleben, wie sie sich entwickelten, war für uns ein großes Geschenk. Unter dem Status des Besitzertrainers von Josef Ressmann wurden sie liebevoll an den Sattel gewöhnt und antrainiert – ein Weg, der viel Herzblut und Nähe zu jedem einzelnen Pferd bedeutete. Insbesondere Ihre beiden Söhne und Vollbrüder (Tarik): Surinam und Severin holten zahlreiche Siege.

Mit weiteren Zuchtstuten wie Farina und Orientalin wuchs unsere Pferdefamilie, die uns bis heute erfüllt und prägt. Jedes Pferd ist Teil unserer Geschichte – und Teil unserer tiefen Faszination für den Rennsport.

Für uns war es immer ein Familienerlebnis, wenn eines unserer Pferde lief. Schon als kleine Mädchen durften wir manchmal – voller Stolz – die edlen Pferde durch den Führring führen.

Das Rennen selbst bedeutete dann höchste Spannung, Freude und ein unvergleichliches Erlebnis – jedes Rennen schreibt einfach seine eigene Geschichte. Und natürlich waren auch Enttäuschungen und Traurigkeit dabei – doch gemeinsam und mit stets viel Zuversicht ging es dann auch wieder weiter. Und natürlich standen wir alle gemeinsam freudig bereit, wenn es galt, den Ehrenpreis entgegenzunehmen.

Diese unvergessenen Momente prägen uns bis heute.

Aus dem Archiv

Nabob

Preis von Marten 1800 m
25. Februar 1978

Erster Platz Nabob, Rudoplph, 2. Platz  Saladin

Severin

Krefelder Advents-Preis 1400 m
11. Dezember 1988

Erster Platz Severin, Platz (A. Boschert)

Sensation auf der Seckenheimer Waldrennbahn

Im  Zeitungsartikel wird über den überraschenden Sieg des Hengstes Severin berichtet. Unter Trainer Horst Rudolph und Jockey Bauer gewann das Mannheimer Pferd als krasser Außenseiter erstmals ein großes Rennen – und sorgte damit für eine echte Sensation auf der Seckenheimer Waldrennbahn. Die unerwartete Leistung brachte Severin viel Aufmerksamkeit und seinem Umfeld große Freude.

Zeitungsartikel aus dem Jahr 1978

2022 geht es weiter – Ein Neubeginn aus Leidenschaft

Nach fast 30 Jahren Pause gewinnt die Leidenschaft für die Zucht von Rennpferden wieder Priorität im Leben der Familie Ressmann. Mit großer Überzeugung, viel Respekt vor der Vergangenheit und einem klaren Blick nach vorn startet die Familie erneut in ein Kapitel, das von Herzblut, Erfahrung und Zusammenhalt geprägt ist.

Mit diesem Neustart tritt Elena Ressmann in die Fußstapfen ihres Vaters Josef Ressmann. Er war über viele Jahre nicht nur Züchter, sondern auch Besitzertrainer und verfügt über ein außergewöhnlich tiefes Wissen zu Blutlinien, Leistungsvermögen und der Anatomie von Rennpferden. Dieses Fundament bildet heute die Basis für alle züchterischen Entscheidungen – getragen von Erfahrung, Sorgfalt und einem hohen Qualitätsanspruch.

Der bewusste Wiedereinstieg erfolgt mit zwei Zuchtstuten, die sportliche Leistung und züchterische Substanz vereinen:

Wishing Well (GB) hat ihre Klasse auf der Rennbahn eindrucksvoll bewiesen. Mit zwei Siegen und 17 Platzierungen steht sie für Konstanz, Härte und Leistungsbereitschaft. Ihr Pedigree mit Riverman qualifiziert sie zudem in besonderem Maße für die Zucht und macht sie zu einer wertvollen Säule des neuen Zuchtprogramms.

Lady Vivian (FR) steht für Rennerfolge in Deutschland und vereint bestes Blut mit ausgeprägtem Siegeswillen. Ihr athletisches, harmonisches Exterieur unterstreicht ihre Qualität und macht sie zu einer Stute, die sportliche und züchterische Erwartungen gleichermaßen erfüllt.

Was dieses Projekt trägt, ist der enge familiäre Rückhalt. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, Freude wird geteilt – und auch in anspruchsvollen Momenten steht die Familie geschlossen zusammen. Genau dieser Zusammenhalt verleiht der Zucht ihre besondere Stärke.

So beginnt 2022 ein neues Kapitel der Familie Ressmann: mit Leidenschaft, mit Verantwortung und mit dem festen Willen, an frühere Werte anzuknüpfen und sie erfolgreich in die Zukunft zu führen.